
Textilien und Skibekleidung günstig kaufen: Clearance-Sale nutzen
17.10.2026 · Ski Second Hand
Skibekleidung ist teuer, eine ordentliche Skijacke kostet im Herbst schnell 300 Euro oder mehr, und selbst brauchbare Skihosen starten bei 150 Euro. Doch wer im Sommer kauft, zahlt einen Bruchteil davon. Während die meisten an Badeurlaub denken, räumen die Händler ihre Winterlager. Genau das ist Ihre Chance.
Bei Ski Second Hand gibt es stark reduzierte Textil-Restposten, etwa Handschuhe oder Mützen, in unseren Geschäften in Lackenhof und am Jauerling.
Warum der Sommer die beste Zeit für Skibekleidung ist
Der Skihandel funktioniert saisonal. Ab März sinkt die Nachfrage, und Fachhändler stehen vor einer einfachen Rechnung: Restbestände einlagern (kostet Platz und Geld) oder stark reduziert abverkaufen. Die Folge sind Clearance-Sales, bei denen aktuelle Kollektionen um 40 bis 70 Prozent unter dem Herbstpreis gehen.
Drei Gründe, jetzt zuzuschlagen:
- Bessere Auswahl als im Herbst-Sale: Während beim November-Sale oft nur Randgrößen übrig bleiben, finden Sie im Sommer-Clearance noch gängige Größen in brauchbarer Farbauswahl.
- Kein Zeitdruck: Sie kaufen ohne den Stress, den die meisten im Oktober haben, wenn der erste Schnee angekündigt wird und plötzlich alle gleichzeitig im Laden stehen.
- Qualität bleibt gleich: Eine Skijacke aus der Vorsaison hat identische Materialien und Verarbeitung wie das aktuelle Modell. Was sich ändert, sind Farben und Designdetails, nicht die Funktion.
In Lackenhof haben wir im Winter während des Liftbetriebs geöffnet, im Sommer gibt es keine regulären Öffnungszeiten, Termine vereinbaren wir auf Anfrage. Welche Restposten gerade da sind, erfahren Sie vor Ort oder per WhatsApp an +43 664 9178795.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten: Die vier wichtigsten Eigenschaften
Ob neu oder gebraucht, gute Skibekleidung muss vier Dinge können. Wer diese Punkte kennt, kauft gezielt und vermeidet Fehlkäufe.
1. Wassersäule: Wie dicht ist das Material?
Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasserdruck ein Stoff aushält, bevor er durchlässt. Gemessen wird in Millimetern. Für Skibekleidung gelten folgende Richtwerte:
- Ab 5.000 mm: Ausreichend für gelegentliche Skifahrer bei trockenem Wetter.
- 10.000–15.000 mm: Guter Standard für regelmäßige Pistenfahrer.
- Ab 20.000 mm: Hochwertig, auch bei Nassschnee und langen Tagen dicht.
Laut VKI Konsument ist die Wassersäule allein allerdings nicht alles, die Verarbeitung der Nähte spielt eine ebenso große Rolle.
2. Atmungsaktivität: Raus mit dem Schweiß
Skifahren ist anstrengender, als die meisten denken. Wer in einer Jacke steckt, die keinen Wasserdampf nach außen lässt, ist nach zwei Abfahrten nass, von innen. Die Atmungsaktivität wird ebenfalls in Gramm pro Quadratmeter pro 24 Stunden (g/m²/24h) angegeben. Ab 10.000 g/m²/24h sind Sie gut aufgestellt.
3. Nahtversiegelung: Wo Wasser wirklich eindringt
Die beste Membran nützt nichts, wenn die Nähte nicht verschweißt (getaped) sind. Prüfen Sie beim Kauf die Innenseite der Jacke oder Hose: Sauber verklebte Nähte erkennen Sie an den flachen, durchgehenden Streifen über jeder Naht. Teilgetapete Ware (nur an den Hauptnähten) ist ein Kompromiss, bei Regen oder Nassschnee kann sie an den Nebennähten durchlassen.
4. Isolation: Warm, aber nicht zu warm
Moderne Skijacken setzen auf Kunstfaserisolierungen oder Daunen. Kunstfaser trocknet schneller und isoliert auch feucht, auf der Piste oft die bessere Wahl. Daunen wärmen bei gleichem Gewicht stärker, verlieren aber bei Nässe drastisch an Leistung. Für Pistenfahrer in Österreich empfiehlt sich Kunstfaser oder eine Kombination.
Gebraucht oder neu: Wann was Sinn macht
Nicht jedes Kleidungsstück eignet sich gleich gut für den Secondhand-Kauf. Die Faustregel ist simpel: Außenschicht gebraucht, Hautschicht neu.
Gebraucht lohnt sich bei:
- Skijacken: Außenmaterial und Membran halten bei guter Pflege mehrere Saisonen. Prüfen Sie die DWR-Beschichtung (Durable Water Repellency), wenn Wasser nicht mehr abperlt, sondern einzieht, lässt sich die Imprägnierung mit einem Spray oder Waschzusatz erneuern.
- Skihosen: Gleiches Prinzip wie bei Jacken. Besonders bei Kinder-Skihosen ist Secondhand klug, weil die Kleinen ohnehin jede Saison herauswachsen. Wie Sie Kinder beim Skifahren richtig anziehen, zeigen wir in unserem Zwiebellook-Guide.
- Helme: Gebrauchte Helme sind nur dann eine Option, wenn sie sturzfrei sind. Jeder Aufprall kann die Schale unsichtbar beschädigen. Kaufen Sie gebrauchte Helme nur von vertrauenswürdigen Quellen.
Neu kaufen lohnt sich bei:
- Funktionsunterwäsche und Baselayer: Direkt auf der Haut getragen, hygienisch schwierig secondhand. Kunstfaser-Baselayer kosten im Sale oft unter 20 Euro, hier lohnt der Neukauf.
- Skisocken: Elastizität und Polsterung lassen mit der Zeit nach. Gute Skisocken kosten 15 bis 25 Euro und machen einen spürbaren Unterschied beim Komfort im Schuh.
Was die Gewährleistung bei gebrauchter Ware betrifft: Laut WKO gilt auch bei Gebrauchtwaren eine Gewährleistungsfrist, beim Kauf vom Händler kann sie auf ein Jahr verkürzt werden, aber sie entfällt nicht.
Gebrauchte Skibekleidung prüfen: Die Fünf-Punkte-Kontrolle
Bevor Sie gebrauchte Skibekleidung kaufen, nehmen Sie sich zwei Minuten für diese Prüfung:
- Reißverschlüsse: Öffnen und schließen Sie jeden Reißverschluss. Er muss flüssig laufen, ohne zu klemmen oder aufzugehen. Defekte Reißverschlüsse sind die häufigste Reklamation bei gebrauchter Bekleidung.
- DWR-Test: Tropfen Sie etwas Wasser auf die Außenseite. Perlt es ab und bildet Tropfen? Gut. Zieht es ein und dunkelt den Stoff? Die Imprägnierung ist verbraucht, lässt sich erneuern, kostet aber extra.
- Nahtband prüfen: Drehen Sie die Jacke auf links. Löst sich das Tape an den Nähten? Knicke oder Blasen im Band bedeuten, dass die Naht bei Nässe nicht mehr dicht hält.
- Geruchstest: Klingt banal, ist aber wichtig. Skibekleidung, die feucht gelagert wurde, kann muffig riechen. Das lässt sich oft waschen, aber Schimmel in der Isolation ist ein Ausschlussgrund.
- Klettverschlüsse und Gummizüge: Klett verliert mit der Zeit Haftkraft, Gummizüge leiern aus. Beide lassen sich kaum reparieren.
Laut Arbeiterkammer haben Sie auch bei Sale-Ware und reduzierten Artikeln die vollen Konsumentenrechte, reduzierte Ware ist nicht automatisch vom Umtausch ausgeschlossen, solange der Mangel nicht ausdrücklich angegeben wurde.
Skibekleidung über den Sommer richtig lagern
Gekauft ist nur der halbe Schritt. Damit Ihre Skibekleidung auch nächste Saison noch funktioniert, beachten Sie diese Punkte:
- Waschen vor dem Einlagern: Schweiß, Sonnencreme und Schmutz greifen die Membran an. Waschen Sie Funktionsbekleidung mit speziellem Funktionswaschmittel, kein Weichspüler, der verstopft die Poren der Membran.
- DWR auffrischen: Nach dem Waschen die Imprägnierung erneuern. Sprühimprägnierung für die Außenseite, Einwaschimprägnierung für die Membran.
- Trocken und locker lagern: Hängen Sie Jacken und Hosen auf Kleiderbügel. Nicht zusammenpressen oder in Plastiktüten stopfen: das beschädigt die Isolation und begünstigt Schimmel. Ein trockener Kleiderschrank ist besser als Keller oder Dachboden.
- Reißverschlüsse geschlossen halten: Geschlossene Reißverschlüsse verformen sich weniger als offene.
Warum gebrauchte Ausrüstung auch der Umwelt hilft, lesen Sie in unserem Beitrag zu nachhaltigem Skifahren.
Fazit: Clever einkaufen, besser vorbereitet sein
Skibekleidung günstig zu kaufen ist kein Glücksspiel, es ist eine Frage des Timings. Wer den Sommer nutzt, kauft dieselbe Qualität zu einem Bruchteil des Herbstpreises. Ob neu im Clearance-Sale oder gebraucht mit kurzer Prüfung: Mit den vier Qualitätskriterien (Wassersäule, Atmungsaktivität, Nahtversiegelung, Isolation) und der Fünf-Punkte-Kontrolle kaufen Sie sicher ein.
Bei Ski Second Hand finden Sie in Lackenhof und am Jauerling stark reduzierte Textil-Restposten. Im Sommer beraten wir Sie gern nach Terminvereinbarung.
Einordnung aus dem Fachhandel: Inhaber von Ski Second Hand ist Mag. Michael Nendwich, seit 2002 im Skifachhandel tätig und Bundessprecher des Sportfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich.

