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Wintersport-Glossar: Ski-Begriffe von A bis Z

Wer Ski kauft, mietet oder servicieren lässt, stößt auf Fachbegriffe, von Allmountain über Rocker bis Z-Wert. Dieses Glossar erklärt 65 Begriffe rund um Ski, Schuhe, Bindungen, Schnee und Fahrtechnik. Es dient als Nachschlagewerk für alle Ratgeber-Seiten von Ski Second Hand; wo ein Begriff für eine Kauf- oder Mietentscheidung wichtig ist, führt ein Link zur ausführlichen Beratungsseite.

A

Allmountain

Allmountain-Ski sind die vielseitigste Skikategorie: konstruiert für präparierte Pisten, aber mit genug Mittelbreite und Rocker-Anteil, um auch weichen oder unebenen Schnee zu verzeihen. Allmountain-Ski decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab. Ob ein Modell passt, hängt von Fahrkönnen, bevorzugtem Gelände und seiner konkreten Abstimmung ab.

Alpinski

Sammelbegriff für Ski zum alpinen Abfahrtslauf, bei dem die Ferse während der Fahrt in der Bindung fixiert ist. Umgangssprachlich sind mit „Ski" fast immer Alpinski gemeint.

Auslösewert

Der Z-Wert ist ein genormter Einstellwert der Skibindung. Er steht in Zusammenhang mit den vorgesehenen Auslösebelastungen und wird anhand der persönlichen Daten ermittelt. Er wird nach ISO 11088 aus Gewicht, Größe, Alter, Sohlenlänge und Fahrertyp bestimmt, Details unter Z-Wert und unter Bindungseinstellung erklärt.

B

Belag

Die Lauffläche des Skis, in der Regel aus Polyethylen. Der Belag nimmt Wachs auf und bestimmt die Gleiteigenschaften; Ob ein Kratzer oder tieferer Belagsschaden repariert werden kann, beurteilt die Werkstatt anhand von Lage, Tiefe und Gesamtzustand. Der Belagszustand ist eines der wichtigsten Kriterien beim Gebrauchtkauf.

Bindung

Das mechanische Verbindungs- und Sicherheitssystem zwischen Skischuh und Ski, bestehend aus Vorderbacken und Fersenautomat. Die Bindung muss den Schuh bei normaler Fahrt halten und im Sturz definiert freigeben: deshalb gehört ihre Einstellung ausschließlich in die Fachwerkstatt.

Buckelpiste

Eine Piste mit regelmäßigen Schneehügeln (Buckeln), die durch wiederholtes Abrutschen und Drehen vieler Fahrer entstehen oder für Wettbewerbe angelegt werden. Buckelpisten verlangen kurze Schwünge, aktive Beinarbeit und sind konditionell fordernd.

C

Camber

Die klassische Vorspannung eines Skis: In der Mitte hat der unbelastete Ski Abstand zum Boden, Kontaktpunkte liegen vorne und hinten. Camber sorgt für Kantengriff und Rückstellkraft auf harter Piste. Das Gegenkonzept ist der Rocker; moderne Ski kombinieren meist beides.

Canting

Die seitliche Winkelanpassung des Skischuh-Schafts an die individuelle Beinstellung (O- oder X-Beine). Canting bezeichnet die seitliche Ausrichtung am Skischuh. Welche Anpassung möglich und sinnvoll ist, hängt vom Schuh und der individuellen Beinstellung ab.

Carving

Die heute übliche Fahrtechnik, bei der der Ski auf der Kante durch die Kurve „schneidet", statt zu rutschen. Möglich wurde Carving durch stark taillierte Ski; Beim Carving folgt der Ski weitgehend seiner Kante durch die Kurve. Welche Fahrtechnik passt, hängt von Gelände, Tempo und Bedingungen ab.

Carvingski

Ski mit ausgeprägter Taillierung, die das Kurvenfahren auf der Kante ermöglichen, seit rund 25 Jahren der Standard im Pistenskilauf. Die Taillierung beeinflusst den geometrischen Radius des Skis. Der gefahrene Kurvenradius hängt zusätzlich von Aufkantwinkel, Belastung und Fahrtechnik ab.

D

Delaminierung

Die Ablösung der verklebten Schichten eines Skis, erkennbar an aufklaffenden Stellen an Kante, Belag oder Skispitze. Delaminierung ist ein struktureller Schaden und ein Ausschlusskriterium beim Gebrauchtkauf, ein delaminierter Ski gehört nicht mehr auf die Piste.

DIN-Skala

Umgangssprachlicher Name für die genormte Skala der Bindungs-Auslösewerte (heute international als Z-Wert nach ISO-Norm geführt). Die Skala macht Auslösewerte zwischen Bindungsmodellen vergleichbar: Die Skala dient der vergleichbaren Einstellung. Ob das System tatsächlich korrekt auslöst, wird bei der fachgerechten Prüfung kontrolliert.

E

EN 1077

Die europäische Norm für Skihelme. Sie definiert Anforderungen an Stoßdämpfung, Durchdringungsfestigkeit und Kinnriemen in zwei Klassen: Klasse A (größere Schutzfläche) und Klasse B (mehr Belüftung, kleinere Schutzfläche). Achten Sie auf die Normkennzeichnung, passende Größe und einen unbeschädigten Zustand. Bei gebrauchten Helmen muss auch die Nutzungsgeschichte geklärt sein. Mehr dazu unter Gebrauchte Helme.

F

Fangriemen

Ein Riemen, der Ski oder Snowboard mit dem Bein verbindet, damit das Gerät bei einem Sturz nicht davonrutscht. Bei Alpinski haben Skistopper den Fangriemen weitgehend ersetzt; bei Tourenski ohne Stopper und teils am Snowboard ist er weiterhin üblich.

Fell (Steigfell)

Ein Textilbelag mit ausgerichteten Fasern, der für den Aufstieg unter den Tourenski geklebt wird: Er gleitet nach vorne und blockiert nach hinten. Vor der Abfahrt wird das Fell abgezogen. Grundlagen zur Tourenausrüstung: Skitour vs. Piste.

Fersenautomat

Der hintere Teil der Skibindung. Er hält die Ferse des Schuhs, gibt sie beim Frontalsturz nach oben frei und trägt die Einstellskala für den Z-Wert sowie die Anpassung an die Sohlenlänge.

FIS-Verhaltensregeln

Die zehn international gültigen Verhaltensregeln des Skiweltverbands FIS für Pisten, von der Rücksicht auf andere über die Wahl von Fahrspur und Tempo bis zur Hilfeleistung bei Unfällen. Sie sind kein Gesetz, werden aber von Gerichten regelmäßig als Sorgfaltsmaßstab herangezogen und gehören zum Grundwissen jedes Pistennutzers.

Firn

Alter Schnee, der durch wiederholtes Antauen und Gefrieren grobkörnig geworden ist. Im Frühjahr entsteht daraus bei richtigem Timing der begehrte „Firnschnee": morgens gefroren, am Vormittag samtig aufgefirnt, ideal zum Fahren, bevor er zu Sulz wird.

Flex

Der Härtegrad, meist auf Skischuhe bezogen: Ein höherer Flex-Wert bedeutet einen steiferen Schuh mit direkterer Kraftübertragung, verlangt aber Technik und Kraft. Anfänger und Kinder fahren weicheren Flex, sportliche Fahrer härteren. Die Flex-Angaben sind zwischen Herstellern nicht exakt genormt.

Freeride

Skifahren abseits präparierter Pisten im freien Gelände, mit breiten Ski und entsprechender Sicherheitsausrüstung (Lawinenverschütteten-Suchgerät, Schaufel, Sonde). Freeride setzt Lawinenkunde und Erfahrung voraus und ist kein Einsteiger-Terrain.

Freestyle

Der Bereich des Skifahrens, der sich um Sprünge, Tricks und Hindernisse dreht, im Funpark auf Kickern, Rails und Boxen. Freestyle-Ski sind meist als Twin-Tip gebaut, um vorwärts und rückwärts fahren und landen zu können.

G

Grat

Ein Grat ist ein feiner Metallüberstand an der Kante. Er kann bei Bearbeitung oder Beschädigung entstehen und wird beim fachgerechten Kantenservice entfernt. Mit dem Fingernagel quer über die Kante gestrichen lässt sich prüfen, ob sie noch scharf ist oder ein Kantenservice fällig wird.

H

Harsch

Eine gefrorene, tragende oder brechende Kruste auf der Schneeoberfläche, entstanden durch Antauen und Wiedergefrieren oder Windeinfluss. Bruchharsch, eine Kruste, die unter dem Fahrer einbricht, gehört zu den anspruchsvollsten Schneearten überhaupt.

Heißwachs

Wachs, das mit dem Bügeleisen aufgeschmolzen und in den Belag eingearbeitet wird, eine Methode, bei der das Wachs erwärmt und auf den Belag aufgebracht wird. Kaltwachs und Sprühwachs sind schnelle, aber kurzlebigere Alternativen. Mehr unter Ski-Pflege & Wartung.

I

Innenschuh

Der weiche, herausnehmbare Schuh im Inneren der Skischuh-Schale. Er sorgt für Passform, Dämpfung und Wärme, passt sich mit der Zeit dem Fuß an und kann je nach Modell separat behandelt, getrocknet oder ersetzt werden, relevant auch beim Kauf gebrauchter Skischuhe.

ISO 11088

Die internationale Norm für die Montage und Einstellung von Ski-Bindungs-Systemen. Sie legt fest, wie der Auslösewert (Z-Wert) aus Gewicht, Größe, Alter, Sohlenlänge und Fahrertyp ermittelt wird. ISO 11088 betrifft Montage, Einstellung und Prüfung alpiner Ski-Bindungs-Schuh-Systeme. Die Saisonmietausrüstung von Ski Second Hand wird nach ISO 13993 geprüft. Die Hintergründe erklärt Bindungseinstellung erklärt.

K

Kante

Die Stahlkante entlang des Belags, mit der der Ski auf dem Schnee greift. Kanten werden im Service auf definierte Winkel geschliffen; wie viel Material für künftige Schleifzyklen übrig ist („Restkante"), ist ein zentrales Kriterium beim Gebrauchtkauf.

Kantenschleifen

Der Werkstatt-Vorgang, bei dem Seiten- und Belagskante auf definierte Winkel geschliffen und entgratet werden. Scharfe Kanten sind auf harten und kunstschneedominierten Pisten sicherheitsrelevant, Stumpfe oder beschädigte Kanten können den Kantengriff auf hartem Schnee beeinträchtigen.

Kantenwinkel

Die Winkel, auf die Seitenkante und Belagskante geschliffen werden. Aggressivere (spitzere) Seitenkantenwinkel greifen auf Eis besser, stumpfen aber schneller ab; für Freizeitfahrer wählt die Werkstatt einen ausgewogenen Standardschliff. Der hängende Belagskantenwinkel macht den Ski zudem drehfreudiger.

Kern

Das innere Trägermaterial des Skis, meist aus Holz, teils mit Schaum- oder Verbundanteilen und Verstärkungslagen (z. B. Titanal, Glasfaser oder Carbon). Der Kernaufbau bestimmt maßgeblich Gewicht, Dämpfung und Charakter eines Skis.

Kunstschnee

Technisch erzeugter Schnee aus zerstäubtem Wasser, korrekt „technischer Schnee". Seine Kristalle sind kompakter als Naturschnee; Kunstschneepisten sind härter, was Kanten schneller abstumpft und den Servicebedarf erhöht. Technische Beschneiung ergänzt in vielen Skigebieten den Naturschnee.

L

Langlauf (klassisch)

Die ursprüngliche Langlauftechnik in gespurten Loipen mit parallelem Skiführen und Diagonalschritt. Klassik-Ski brauchen eine Steigzone (Schuppen, Fell oder Steigwachs) unter der Bindung, um beim Abstoß zu greifen.

M

Mittelbreite

Die Breite des Skis an seiner schmalsten Stelle unter der Bindung, in Millimetern. Schmale Ski (unter ca. 75 mm) kanten schnell um und gehören auf die Piste; breitere Ski schwimmen in weichem Schnee besser auf. Die Mittelbreite ist das schnellste Erkennungszeichen der Skikategorie.

Mondopoint

Das internationale Größensystem für Skischuhe: Bei Skischuhen bezeichnet Mondopoint üblicherweise die passende Fußlänge in Zentimetern. Die Angabe ersetzt keine Anprobe. Mondopoint 26,5 entspricht einem 26,5 cm langen Fuß. Weil Größenangaben und Passformen unterschiedlich ausfallen können, sollten Sie beide Füße messen und die Skischuhe anprobieren. Eine Anleitung steht in der Skischuh-Größenberatung.

N

Naturschnee

Gefallener, nicht technisch erzeugter Schnee. Frischer Naturschnee ist weicher und kristallreicher als Kunstschnee, verdichtet sich aber je nach Temperatur und Präparierung schnell. Die Mischung aus Natur- und Kunstschnee prägt heute fast jede präparierte Piste.

O

Off-Piste

Alles Gelände außerhalb markierter und kontrollierter Pisten. Off-Piste-Fahren bedeutet Eigenverantwortung: Außerhalb gesicherter Pisten können Lawinengefahr, Orientierung und Rettung deutlich anspruchsvoller sein. Präparierung und Sicherung dürfen dort nicht vorausgesetzt werden. Ohne Ausbildung und Notfallausrüstung gilt: auf der Piste bleiben.

P

Parallelschwung

Die Grundtechnik des fortgeschrittenen Skifahrens: Beide Ski bleiben während des gesamten Schwungs parallel geführt. Der Parallelschwung ist das Lernziel nach dem Pflug, Wie schnell der Parallelschwung gelingt, hängt unter anderem von Übung, Unterricht und individuellen Voraussetzungen ab.

Pflug (Schneepflug)

Die erste Brems- und Kurventechnik im Skikurs: Die Skienden werden nach außen gedrückt, die Spitzen zeigen zueinander. Der Pflug gibt Anfängern Tempokontrolle und ist bis heute der bewährte Einstieg für Kinder wie Erwachsene.

Pistenklassifizierung

Die Einteilung präparierter Pisten nach Schwierigkeit, in Österreich blau (leicht), rot (mittel) und schwarz (schwer), maßgeblich nach dem Gefälle. Die Einstufung hilft bei der Tourplanung, ersetzt aber nicht den Blick auf Tagesverhältnisse: Eine vereiste blaue Piste kann fordernder sein als eine griffige rote.

Pistenraupe

Das Kettenfahrzeug, das Pisten planiert, verdichtet und mit der Heckfräse die typische Rillenstruktur („Cord") hinterlässt. Die Bedingungen auf frisch präparierten Pisten hängen auch von Temperatur, Schnee und Sicht ab.

Pulverschnee

Frischer, trockener, lockerer Schnee mit geringer Dichte, „Powder". Im tiefen Pulverschnee schwimmt der Ski, statt zu kanten; breite Ski mit Rocker erleichtern das Aufschwimmen deutlich. Für viele der Inbegriff des perfekten Skitags, fahrtechnisch aber eine eigene Disziplin.

R

Radius

Der auf dem Ski angegebene Radius beschreibt seine Taillierungsgeometrie. Der tatsächlich gefahrene Kurvenradius kann davon abweichen. Kleine Radien (unter ca. 13 m) stehen für wendige Kurzschwung-Ski, große Radien (über ca. 17 m) für laufruhige Ski für lange Bögen. Der Radius steht meist auf dem Ski aufgedruckt.

Rennski

Ski für den Wettkampfeinsatz oder deren zivile Ableger („Racecarver"): steif, laufruhig, mit vollem Camber und hohem Krafteinsatz zu fahren. Für Gelegenheitsfahrer sind echte Rennski meist zu anstrengend, eine ehrliche Beratung zählt hier mehr als der Prestige-Kauf.

Rocker

Die dem Camber entgegengesetzte Bauform: Skispitze (und teils Skiende) heben früher vom Schnee ab. Rocker erleichtert Kurveneinleitung und Aufschwimmen in weichem Schnee und macht Ski fehlerverzeihender. Fast alle modernen Ski kombinieren Rocker an der Spitze mit Camber unter der Bindung.

S

Schaufel

Der aufgebogene vordere Teil des Skis. Form und Breite der Schaufel bestimmen, wie der Ski die Kurve einleitet und wie er mit weichem oder unebenem Schnee umgeht.

Schuppenbelag

Eine Steighilfe bei klassischen Langlaufski: schuppenförmige Prägungen in der Steigzone greifen beim Abstoß und gleiten nach vorne. Wartungsärmer als Steigwachs, dafür etwas langsamer im Gleiten, die pragmatische Wahl für Gelegenheits-Langläufer.

Skating

Die jüngere Langlauftechnik im Schlittschuhschritt auf planierten Loipenflächen. Skating-Ski sind kürzer und steifer als Klassik-Ski und haben keine Steigzone; die Technik ist schneller, aber konditionell fordernder.

Skilänge

Die Länge des Skis, deren richtige Wahl von Körpergröße, Gewicht, Können und Skityp abhängt. Faustregeln und Tabellen: Skigrößen für Kinder und Skigrößen für Erwachsene.

Skiservice

Der Sammelbegriff für die Werkstatt-Wartung des Skis: Belag ausbessern, Struktur schleifen, Kanten schleifen und entgraten, Heißwachsen. Ein Service kann Belag und Kanten aufbereiten und die Fahreigenschaften verbessern. Verschleiß und strukturelle Schäden lassen sich dadurch nicht grundsätzlich rückgängig machen.

Skibrille

Die Schutzbrille für den Skibetrieb: Sie schützt vor UV-Strahlung, Wind und Schneeblindheit und verbessert durch getönte oder kontrastverstärkende Gläser die Sicht. Bei diffusem Licht („Whiteout") sind helle, kontraststeigernde Gläser wichtiger als dunkle Sonnengläser.

Skistopper

Die federbelasteten Bremsarme an der Bindung, die ausklappen, sobald der Schuh die Bindung verlässt, und den Ski am Wegrutschen hindern. Skistopper müssen breiter sein als der Ski an der Montagestelle, relevant beim Bindungswechsel.

Sohlenlänge

Die Länge der Skischuh-Sohle in Millimetern, eingeprägt an der Ferse oder Seite der Schale. Sie ist eine Pflichtangabe für die Bindungseinstellung nach ISO 11088, ohne Sohlenlänge kann keine Werkstatt eine Bindung korrekt einstellen.

Steigwachs

Wachs für die Steigzone klassischer Langlaufski, das je nach Schneetemperatur gewählt wird: Es greift beim Abstoß und gleitet in der Vorwärtsbewegung. Schuppen- und Fellski benötigen in der Steigzone kein Steigwachs. Die Gleitzonen brauchen weiterhin passende Pflege.

Sulz

Sulz bezeichnet nassen, aufgeweichten Schnee. Er tritt häufig bei warmen Bedingungen im Frühjahr auf. Sulz bremst und verlangt Kraft in den Beinen; wer im Frühjahr fährt, plant die Abfahrten am besten vor Mittag, bevor der Firn zu Sulz wird.

T

Taillierung

Der Breitenunterschied zwischen Schaufel, Skimitte und Skiende, der dem Ski seine sanduhrförmige Silhouette gibt. Die Taillierung bestimmt den Radius und machte das Carving überhaupt erst möglich, sie ist die wichtigste geometrische Kennzahl eines Skis.

Torsionssteifigkeit

Der Widerstand des Skis gegen Verwindung um die Längsachse. Hohe Torsionssteifigkeit hält die Kante auch bei hartem Schnee im Eingriff; Die passende Torsionssteifigkeit hängt vom Einsatzbereich und Fahrkönnen ab. Sie beeinflusst, wie sich der Ski unter Belastung verwindet und die Kante hält.

Tourenski

Leichte Ski für das Aufsteigen mit Fellen und das Abfahren im freien Gelände, kombiniert mit Bindungen, die die Ferse für den Aufstieg freigeben. Was Tourenausrüstung von Pistenausrüstung unterscheidet: Skitour vs. Piste.

Twin-Tip

Ski, die an Spitze und Ende aufgebogen sind, sodass sich vorwärts wie rückwärts fahren und landen lässt. Standard bei Freestyle-Ski, verbreitet auch bei Freeride- und Jugendmodellen.

V

Vorderbacken

Der vordere Teil der Skibindung, der die Schuhspitze hält und bei Drehstürzen seitlich auslöst, Die seitliche Auslösung ist Teil der Sicherheitsfunktion einer Alpinbindung. Sie kann Verletzungen jedoch nicht in jeder Sturzsituation verhindern.

Vorlage

Die aktive, nach vorne orientierte Grundposition beim Skifahren: Schienbeindruck an der Skischuh-Zunge, Körperschwerpunkt über der Skimitte. „Rücklage", das Gegenteil, ist der häufigste Technikfehler und macht jeden Ski schwer kontrollierbar.

Vorspannung

Die Wölbung des unbelasteten Skis (siehe Camber), die den Anpressdruck über die Skilänge verteilt. Verliert ein Ski seine Vorspannung („ausgefahren"), wird er spürbar kraftlos, auch das prüft der Fachhandel beim Ankauf. Zur Schonung der Vorspannung gehört die richtige Sommerlagerung.

W

Wachsen

Das Einarbeiten von Gleitwachs in den Skibelag. Wachs schützt den Belag vor Austrocknung und Oxidation und verbessert Gleiten und Drehfreudigkeit. Richtwert für Freizeitfahrer: alle fünf bis zehn Skitage, spätestens wenn der Belag grau wirkt.

Wedeln

Die klassische Fahrtechnik enger, rhythmischer Schwünge mit parallelen Ski, die vor der Carving-Ära den eleganten Skilauf definierte. Der Begriff bezeichnet eine klassische Form kurzer, rhythmischer Schwünge mit parallel geführten Ski.

Z

Z-Wert

Der genormte Auslösewert der Skibindung nach ISO 11088, ermittelt aus Gewicht, Größe, Alter, Sohlenlänge und Fahrertyp. Eine fachgerechte Einstellung soll das vorgesehene Halte- und Auslöseverhalten unterstützen. Auch eine korrekt eingestellte Bindung kann Verletzungen nicht ausschließen. Die Einstellung gehört ausnahmslos in die Werkstatt.

Zwiebelprinzip

Das Bekleidungskonzept aus mehreren dünnen Schichten (Funktionswäsche, Isolationsschicht, wetterfeste Außenschicht), die je nach Anstrengung und Wetter kombiniert werden. Gerade bei Kindern flexibler und wärmer als eine einzelne dicke Jacke.


Begriff geklärt, und jetzt? Praktisch wird es in den Ratgebern: Erstkauf-Guide für Anfänger, geprüfte gebrauchte Ski in Wien oder die Saisonmiete als Alternative zum Kauf eigener Ausrüstung. Weitere Fragen beantwortet der FAQ-Überblick.